„quer“ 17.9.2015

Fernsehtipp: „quer“ …durch die Woche mit Christoph Süß am Donnerstag, 17.9.2015, um 20:15 Uhr im Bayerischen Fernsehen

Die Themen der Sendung:

Digitale Wanderfreuden: Handys und GPS erobern die Berge

Der wichtigste Gegenstand beim Wandern im Jahr 2015 ist nicht mehr der Bergschuh mit Grip, das Fernglas oder der Teleskop-Stock. Nein, es ist das Handy. Klar, ersetzt es doch mit GPS das Kartenlesen und die Gipfel-App das Auswendiglernen der Bergnamen. Und oben auf der Hütte erst: Da kann man seinen Kaiserschmarrn fotografieren, die Wanderroute bei Facebook posten und das Selfie mit dem Gipfelkreuz an alle Freunde verschicken. Ja, so wird der Ausflug in die Berge zu einem echten Naturerlebnis. Oder?

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Feiern oder helfen? Wiesn in Zeiten der Flüchtlingskrise

Wenn es kommenden Samstag wieder heißt „Ozapft is!“ und das 182. Oktoberfest seine Pforten öffnet, so sind es bis zu 500.000 Menschen mehr pro Tag, die nach München kommen. Und obwohl Deutschland teilweise wieder Grenzkontrollen eingeführt hat, werden auch die Flüchtlingsströme nicht ganz abreißen. München als Schmelztiegel: Krieg und Flucht auf der einen, die bierselige Wiesn auf der anderen Seite – kann das gut gehen? Und: Darf man das überhaupt, ausgelassen feiern, wenn um uns herum die Welt in Trümmern liegt?

Mager-Milch: bayerische Milchbauern in der Globalisierungsfalle

Auf den Weltmarkt hat es sie gezogen, die konventionellen Milchbauern. Jetzt leiden sie unter den Dumpingpreisen. Auch in Bayern zahlten Molkereien weniger als 27 Cent pro Liter Milch. Demonstrationen in Brüssel folgten, mit Traktoren und brennenden Heuballen. Mal wieder. Denn seit die EU die Produktion nicht mehr mit einer Quote begrenzt, stecken die Milchbauern in der nächsten Milchkrise. Doch warum? Sollte der Wegfall der Quote die Landwirte nicht zu selbstverantwortlichen Teilnehmern des globalen Marktes machen? Und kann jetzt wieder nur eine Geldspritze helfen? „quer“ über die Endlosschleife der überdimensionierten Milchproduktion.

Paradies für Rentner: Bad Füssing setzt voll auf Senioren.

Bad Füssing im niederbayerischen Landkreis Passau peilt einen neuen Rekord an: Im Jahr 2030 wird der Kurort wohl deutschlandweit die Gemeinde mit dem höchsten Durchschnittsalter sein. Doch von Wehmut und Lamento keine Spur, im Gegenteil: Mit einer Rollatorengerechten Fußgängerzone, Tempo 30 und Barrierefreiheit überall, hat sich Bad Füssing ganz bewusst auf die Bedürfnisse der Senioren ausgerichtet. Und das findet Anklang – nicht nur bei den Kurgästen. Ein Vorgeschmack, wie ganz Deutschland in 30 Jahren wohl mal aussehen könnte.

Saat statt Staat: die etwas andere Griechenlandhilfe

Mit einem „quer“-Bericht fing alles an. Danach konnten sich Alexandros Jazakis und seine Hilfsaktion vor Spendengeldern nicht mehr retten: Über 40.000 Euro in nur fünf Wochen! Nach der Sendung im Juli spendeten tausende „quer“-Zuschauer an den Freundeskreis aus Bayern, der Griechen in Not hilft: mit Geld, mit Patenschaften für bedürftige Familien und sogar mit einem Feld in der Nähe von Patras, damit sich die Stadtbewohner selbst versorgen können. Hilfe, die ankommt auf der „Farm der Solidarität“.

„quer“ …durch die Woche mit Christoph Süß am Donnerstag, 17.9.2015, um 20:15 Uhr im Bayerischen Fernsehen