Unterallgäu: Künftig mehr Altholz kostenlos am Wertstoffhof abgeben

30.9.2015 Landkreis Unterallgäu. Türen und Paletten kostenlos am Wertstoffhof abgeben, Sperrmüll bei Bedarf auch ein zweites Mal abholen lassen: Das soll bald möglich sein.

Der Landkreis Unterallgäu will seine Abfallgebührensatzung aktuellen Entwicklungen anpassen. Der Umweltausschuss befürwortete die Änderungen, die Edgar Putz, Leiter der Abfallwirtschaft, in der jüngsten Sitzung erläuterte. Endgültig darüber entscheiden wird der Kreistag. Die neuen Regelungen sollen ab 2016 gelten.

„Um den sich wandelnden Bedürfnissen privater Haushalte Rechnung zu tragen, soll die bisher gewährte Freimenge Altholz von 100 Litern auf einen Kubikmeter angehoben werden“, sagte Putz. „Damit können auch Innentüren und Zargen beziehungsweise gelegentlich anfallende Holztransportverpackungen wie Paletten gebührenfrei am Wertstoffhof abgegeben werden.“

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Die Entsorgung von Dämmmaterial wie Glaswolle bei der Umladestation in Breitenbrunn soll laut Putz um 84 Euro je Tonne günstiger werden. Außerdem soll es künftig möglich sein, Sperrmüll bei Bedarf mehr als einmal pro Jahr gegen Gebühr abholen zu lassen.

Bauschutt kann laut Putz in Mengen bis zu 100 Litern nach wie vor kostenfrei an den Wertstoffhöfen mit Bauschuttcontainer abgegeben werden.

Die Gebühren für die Abgabe von Bauschutt an der Deponie in Breitenbrunn müssen dagegen angehoben werden. Grund sind Mehrkosten wegen gestiegener Anforderungen an die Deponiebeschaffenheit, wie Putz erklärte. So fallen in Breitenbrunn künftig statt zwölf Euro 21 Euro pro Kubikmeter Bauschutt an.

Neben der Gebührensatzung ging es in der Sitzung auch um die Abfallwirtschaftssatzung. Diese regelt unter anderem die Verwertung und Beseitigung von Abfällen im Unterallgäu. Wie Putz sagte, seien geringfügige Änderungen erforderlich. Der Umweltausschuss stimmte auch hier einhellig zu.