Stadtrat Memmingen stimmt Bildung eines Klimateams zu

21.5.2021 Memmingen. Oberbürgermeister Manfred Schilder eröffnete die Sitzung des Stadtrats in der Memminger Stadthalle. Neben den beiden Tagesordnungspunkten zur Fusion der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim und der Kreissparkasse Augsburg und dem Maßnahmenkonzept der Vorbereitenden Untersuchungen der Memminger Altstadt, gab es noch weiter interessante Themen wie die Wahl der Verbandsmitglieder des Regionalverbandes Donau-Iller und die Entscheidung über die Bildung eines Energie- oder Klimateams.

Im Plenum wählten die Stadträtinnen und Stadträte die Vertreter der Stadt Memmingen in die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Donau-Iller, da die sechsjährige Amtszeit der Vertreter und Stellvertreter der neunten Amtsperiode der Verbandsversammlung des Regionalverbandes Donau-Iller am 30. Juni 2021 endet. Mit dem 01. Juli 2021 beginnt die zehnte Amtsperiode und ein neues Gremium muss gewählt werden.

Die Stadt Memmingen entsendet aufgrund der Einwohnerzahl insgesamt drei Mitglieder in die Verbandsversammlung. Hierbei ist der Oberbürgermeister als geborenes Mitglied anzurechnen. Im Falle der Verhinderung wird der Oberbürgermeister durch die Bürgermeister/ in vertreten. Aufgrund dessen sind von Seiten des Stadtrates zwei weitere Vertreter/ innen und für den Fall deren Verhinderung jeweils zwei Stellvertreter/ innen zu wählen.

WERBUNG:

In einer geheimen Wahl stimmten die Stadträtinnen und Stadträte ab und wählten Prof. Dr. Josef Schwarz und Petra Beer. Als Stellvertreter wurden Hermann Zelt für Prof. Dr. Schwarz und als Stellvertreterin Evelyn Villing für Petra Beer gewählt.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt der Sitzung war die Entscheidung über die Bildung eines Energie- oder Klimateams. Im Dezember 2020 trat die Stadt Memmingen dem European-Energy-Award (eea) bei. Der eea ist ein Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren für eine umsetzungsorientierte Energie- und Klimaschutzpolitik in Städten, Gemeinden, kommunalen Zusammenschlüssen und Landkreisen. Er orientiert sich am Managementzyklus „Analysieren – Planen – Prüfen – Anpassen“ und wird durch die Schritte der Zertifizierung und Auszeichnung ergänzt.

Ein essentieller Punkt hierbei ist die Bildung eines Energie- oder Klimateams. Dieses Team ist für die Umsetzung des eea zuständig und fungiert quasi als „Entwicklungszentrale“ und „Motor“ für die energie – und klimapolitische Arbeit.

Über die Bildung des Klimateams stimmte der Stadtrat ab. Das Kernteam aus folgendem Personenkreis wurde mehrheitlich angenommen: Oberbürgermeister Manfred Schilder, CSU/ FDP: Michael Ruppert, Stv. Horst Holas, SPD: Fabian Nieder, Stv. Verena Gotzes, Grüne/ Linke: Prof. Dr. Dieter Buchberger, Stv. Joachim Linse, FW: Hans Pfalzer, Stv. Jürgen Kolb, CRB: Toni Demirci, Stv. Bastian Dörr, ÖDP: Michael Rampp, Stv. Michael Hartge, Klimaschutzmanager Mario Hönisch, Leiter Referat 1/3 Thomas Schuhmaier, Leiter Referat 2 Gunther Füßle, Leiter Referat 5 Fabian Damm, Stv. Leiter Stadtwerke Markus Geske, Wirtschaftsförderung Michael Haider, Hauptamt Andrea Rihm und von der Pressestelle Manuela Friess.

Ziel war es ein kleines aber durchaus „schlagkräftiges“ Team vornehmlich aus der Verwaltung und Vertretern/ innen der Stadtratsfraktionen sowie des/ r eea-Beraters/ in zu bilden. Zum Start des „Kern“-Klimateams findet am 9. Juni 2021 eine Auftaktsitzung statt. Um jedoch auch die Anregungen und Wünsche der Bürger/ innen, Umweltschutzverbände und -gruppierungen sowie Sachverständigen mit einzubeziehen, gibt es circa sechs Wochen später eine zweite Sitzung. Interessierte können sich hierfür schriftlich per Email unter klimaschutz(at)memmingen.de bis einschließlich 02. Juli 2021 anmelden.

Als letztes behandelte der Stadtrat in seiner Sitzung die Änderung für den Flächennutzungsplan D3 für den Bereich östlich der Einmündung der Straße Hinter den Gärten in die Oberdorfstraße in der Gemarkung Dickenreishausen. Da keine Stellungnahmen von den Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange sowie der öffentlichen Auslegung eingingen, die eine Änderung der Planung erfordern, wurde der Antrag einstimmig angenommen. Somit steht dem Bau der neuen Kindertagesstätte auf der in kirchlichem Eigentum befindliche Fläche hinter dem Pfarrhaus in Dickenreishausen nichts mehr im Wege.