“Mehr Bäume für den Klimaschutz” 2015 im Unterallgäu

22.1.2015 Landkreis Unterallgäu. Die Kohlendioxid-Emissionen eines Gebäudes reduzieren, Kindern den Klimaschutz nahe bringen, kommunale Energieteams beraten, Gemeinden dazu animieren, Bäume zu pflanzen, … – die Arbeit der Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt Unterallgäu ist vielfältig.

Das wurde in der Sitzung des Umweltausschusses im Kreistag deutlich, als Klimaschutzbeauftragte Andrea Ruprecht über die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts referierte.

Dank des Projekts „Mehr Bäume für den Klimaschutz“ ist das Unterallgäu im vergangenen Jahr um 22 Bäume reicher geworden. „Wir wollen das Projekt auch 2015 fortführen“, so Ruprecht. Dann sei der Feld-Ahorn „Baum des Jahres“. Die Klimaschutzbeauftragte zählte noch weitere Aktionen des vergangenen Jahres auf, beispielsweise gab es eine Lehrerfortbildung und die Ausstellung „Klima Faktor Mensch“.

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Um die Klimaschützer von morgen zu erreichen, werde im nächsten Jahr zusammen mit dem Bund Naturschutz ein Konzept für eine landkreisweite Bildungsinitiative „PrimaKlimaKids“ ausgearbeitet, so Ruprecht. Das erlebnispädagogische Programm soll Schüler über erneuerbare Energien informieren und zum Energie sparen animieren. Angedacht sei außerdem eine Info-Mappe für Gemeinden zu „Klimaschutzziele in der Bauleitplanung“.

Was den Energieverbrauch landkreiseigener Gebäude angeht, konnte Ruprecht Erfolge vermelden, zum Beispiel wird sich die Kohlendioxid-Emission der Berufsschule Mindelheim nach der Sanierung um 22 Tonnen pro Jahr reduzieren, nämlich von 46 auf 24 Tonnen. Landrat Hans-Joachim Weirather ergänzte, dass das Dach der Berufsschule im Zuge der Gebäudeaufstockung bereits 2006 erneuert worden sei. Insgesamt falle die Verbesserung also noch deutlicher aus. Die CO2-Bilanz des Joseph-Bernhart-Gymnasiums in Türkheim wird sich nach der Sanierung ebenfalls deutlich verbessern: Die Emission reduziert sich laut Ruprecht von 200 Tonnen pro Jahr auf voraussichtlich 30 Tonnen. Landrat Weirather betonte, diese Werte seien beeindruckend.

Heuer wird der Landkreis Unterallgäu sich außerdem in Zusammenarbeit mit dem Energie- und Umweltzentrum Allgäu, kurz eza!, um eine Teilnahme am „European Energy Award“ (eea) bemühen. Der eea ist ein Instrument zur Steuerung, Kontrolle und Zertifizierung klimabedingter Aufgaben auf kommunaler Ebene. „Es dokumentiert und macht Fortschritte im Klimaschutz sichtbar und unterstützt Kommunen und Landkreise auf dem Weg zu einer erfolgreichen Energie- und Klimaschutzpolitik“, erklärte Ruprecht. Mittlerweile liege auch die Förderzusage vor.

Die Klimaschutzbeauftragte informierte die Kreisräte noch über viele weitere Projekte und Ideen der Klimaschutzstelle, die sie zusammen mit ihrer Kollegin Susanne Ruf dieses Jahr in Angriff nehmen wird.