Lindau baut Teststrategie auf

28.3.2021 Lindau (Bodensee). Zupacken statt Abwarten, ist das Motto der Stadt Lindau beim Aufbau der Teststrategie im Kampf gegen den Corona-Virus. Diese will die Stadt unabhängig davon umsetzen, ob sie Modellregion wird oder nicht.

So wird eine Allianz aus gewerblichen Anbietern, örtlichen Apotheken und Hilfsorganisationen die Tests vornehmen. Zudem hat die Tübinger Ärztin Dr. Lisa Federle zugesagt, die Stadt Lindau zu beraten. Sie wurde bundesweit bekannt durch das „Tübinger Modell“.

„Wir wollen in jedem Fall raus aus der derzeitigen Situation. Wir wollen unseren Bürgerinnen und Bürgern, den Unternehmen und vor allem auch den Familien eine Perspektive geben und für mehr Freiräume sorgen“, gibt OB Alfons noch einmal das Ziel vor.

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Solange nicht ein entsprechend großer Anteil der Bevölkerung geimpft sei, sieht sie Schnelltests und ausgeklügelte Hygienekonzepte als einzigen Weg zurück zu durchgehend geöffneten Schulen, Kindergärten, Kultureinrichtungen, Gaststätten, Einzelhandelsgeschäften oder auch Sporteinrichtungen.

Deshalb hat sie für eine erste Phase mit dem Bayerischen Roten Kreuz und dem Gesundheitsdienstleister Allgäu Medical Service vereinbart, dass diese in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Apotheken eine Teststruktur für Lindau aufbauen.

Sie sollen sich in ihren Angeboten ergänzen und sind zudem für weiter Unterstützer offen. So haben die IHK wie auch die SpVgg Lindau bereits signalisiert, dass sie die Stadt im Kampf gegen die Pandemie unterstützen will.

Mit dem BRK, Allgäu Medical und den Apotheken setzt Alfons auf bereits bewährte und erfahrene Kräfte. Allgäu Medical Service arbeitet mit diversen Landkreisen zusammen und betreibt bereits das Testzentrum des Landratsamtes in Bösenreutin.

Das BRK testet zweimal die Woche abends in Lindau „Diese professionelle Arbeit wollen wir unterstützen und ausbauen, indem wir bei der Verbesserung der Infrastruktur helfen. Ich hoffe, dass das BRK seine Testtätigkeit noch ausweiten kann. Der Einsatz, den die Ehrenamtlichen dort leisten, können wir nicht hoch genug schätzen“, so Alfons.

Zusammen mit der Apotheke im Alten Bahnhof in Oberreitnau und der Hirschapotheke in der Cramergasse sei bereits sehr viel Fachwissen in Lindau verfügbar. Darauf können wir aufbauen, sagt Alfons und lobt die Vorreiterrollen der Genannten.

Hochkarätiges Fachwissen kommt auch von außerhalb dazu. Die Tübinger Ärztin, Dr. Lisa Federle, hat zugesagt, die Stadt Lindau bei der Entwicklung von Test- und Hygienekonzepten zu beraten.

Die gefragte Expertin, die das sogenannte „Tübinger Modell“ deutschlandweit bekannt gemacht hat, wird am kommenden Montagabend bereits das erste Mal mit den Verantwortlichen in Lindau konferieren. Zudem berät sie auch den Dehoga-Landesverband Baden-Württemberg.

Möglich wurde dies durch die hervorragenden Kontakte des Lindauer Kulturamtsleiters Alexander Warmbrunn zu Professor Roland Doschka, dem Kurator diverser Lindauer Kunstaustellungen. Doschka und Federle sind befreundet, und die Medizinerin war bereits häufig Gast in Lindau bei Vernissagen.

„Wir wollen raus aus der derzeitigen Situation und ich bin sicher, wir schaffen es, weil alle Kräfte die wir in dieser Stadt haben an einem Strang ziehen“, ist Alfons zuversichtlich.