Landratsamt Unterallgäu muss Personal im Bereich Asyl aufstocken

24.9.2015 Landkreis Unterallgäu. Die Zahl der Flüchtlinge im Unterallgäu nimmt zu – und damit auch die Arbeitsbelastung im Landratsamt. In den Bereichen Jugend, Soziales und Ausländerangelegenheiten ist laut Landrat Hans-Joachim Weirather deshalb Personalverstärkung erforderlich.

„Der Zustrom an Flüchtlingen hat ein Maß angenommen, das wir mit unseren personellen Ressourcen nicht mehr bewältigen können“, sagte der Landrat in der Sitzung des Kreisausschusses des Unterallgäuer Kreistags.

Die Mitarbeiter der Ausländerbehörde, des Kreisjugendamts und des Sozialamts bräuchten dringend Unterstützung. Realistisch sei in diesem Jahr die Einstellung von zwölf neuen Mitarbeitern, so der Landrat.

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Im Verlauf des nächsten Jahres sollen insgesamt bis zu 27 Mitarbeiter eingestellt werden.

Da viele Landkreise und Städte in der gleichen Situation wie das Unterallgäu seien, sei die Lage auf dem Arbeitsmarkt nicht einfach.

Damit die neuen Stellen geschaffen werden können, sprach sich der Kreisausschuss einhellig für eine Nachtragshaushaltssatzung aus, also eine Anpassung des Haushalts- und Stellenplans 2015. Darüber entscheiden wird der Kreistag in seiner nächsten Sitzung.

Aktuell leben rund 1200 Asylbewerber im Landkreis. Bis Ende des Jahres werden es laut Weirather voraussichtlich 1800 oder mehr sein.