Käserei Leupolz baut Halle für neue Produktionsanlage

17.4.2021 Wangen im Allgäu. Spatenstich für einen weiteren Anbau an die Allgäuer Emmentalerkäserei in Leupolz: Gemeinsam mit Oberbürgermeister Michael Lang und Ortsvorsteher Anton Sieber griffen jetzt Mitglieder der Genossenschaft und der Geschäftsleitung zum Spaten.

Demnächst werden die Bauarbeiten für die 20 mal 40 Meter große Halle beginnen. Wie es hieß, sei sie mit 9 Millionen Euro die bisher größte Investition. In den Neubau wird eine moderne Produktionseinheit einziehen, die jene aus dem Jahr 1975 ablösen wird.

Oberbürgermeister Michael Lang brachte den roten Punkt für die Teilbaufreigabe mit und wünschte dem Unternehmen gutes Gelingen für sein Projekt. Er erinnerte sich an seine eigene Anfangszeit in Wangen vor rund 20 Jahren. Damals habe man gedacht, dass die Großen der Branche nach und nach alle Betriebe übernehmen.

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„Aber es ist ganz anders gekommen“, sagte Lang. Die Großen seien weg und die kleinen Betriebe seien geblieben und erfolgreich. „Darauf kann man stolz sein“, sagte er.

Dem Unternehmen bescheinigte er hohe Produktqualität: „Wenn ich irgendwo Käse kaufe, wo man mich nicht kennt, dann frage ich immer nach dem besten Preis-/Leistungsverhältnis und da ist die Käserei Leupolz immer ganz vorne mit dabei.“

Die Halle wird aus massivem Beton gebaut, um die Nachbarschaft bestmöglich vor Schallemissionen zu schützen. Entsprechend werden auch die Fenster von den Nachbarn abgewandt eingebaut. Die Halle wird voraussichtlich im November dieses Jahres fertiggestellt, anschließend wird die neue Anlage eingebaut.

Im Mai 2022 werde wahrscheinlich zum ersten Mal Milch fließen, im Juli der Regelbetrieb beginnen. Mit der endgültigen Fertigstellung des Projekts wird im September 2022 gerechnet.

Förderungen erhält die Genossenschaft aus Mitteln der EU und des Landes Baden-Württemberg.

Info:

Die Käserei Leupolz verarbeitet rund 48 Millionen Liter Milch und stellt rund 4000 Tonnen Käse her. Die Lieferanten kommen allesamt aus der Region – im konventionellen Bereich aus einem Einzugsgebiet von 25 bis 30 Kilometern, im Bio-Segment aus rund 40 Kilometern.

Bevor es zum Spatenstich ging, haben sich sämtliche Teilnehmer auf Corona getestet. Ergebnis: alle waren negativ.