Flexibus fährt bald rund um Boos und Babenhausen

20.9.2019 Landkreis Unterallgäu. Ab Mitte November fährt der Flexibus in den Verwaltungsgemeinschaften (VG) Boos und Babenhausen. Dafür sprach sich der Kreisausschuss des Unterallgäuer Kreistags aus.

Der Betrieb wird am 12. November aufgenommen. Ab dann können Bürger aus allen Gemeinden der beiden VGs den Flexibus nutzen und sich unabhängig von einem Fahrplan nahezu von Tür zu Tür befördern lassen.

Bei dem neuen Angebot handelt es sich um den dritten Flexibus-Knoten im Unterallgäu. Der Flexibus fährt bereits in den Knoten Mindelheim und Kirchheim-Pfaffenhausen. Josef Brandner von der Flexibus KG aus Krumbach rechnet im neuen Knoten mit einem Fahrgastaufkommen von rund 10.000 bis 15.000 Personen im Jahr. Dafür will der Verkehrsunternehmer ein bis zwei Fahrzeuge einsetzen, die den bestehenden Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedarfsorientiert ergänzen.

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Der Flexibus fährt nicht nach einem vorgegebenen Fahrplan zu festen Abfahrtszeiten, sondern im jeweiligen Flexibus-Gebiet über den ganzen Tag und auch am Wochenende. Die Fahrt wird individuell gebucht – entweder telefonisch oder mit der Flexibus-App. Die Bus-Route richtet sich dann nach den jeweiligen Anfragen. Dabei bedient der Flexibus ein dichtes Haltestellennetz, bei dem die Fußwege zur nächsten Haltestelle in der Regel nicht mehr als 100 bis 150 Meter betragen. Außerdem sind an wichtigen Einrichtungen wie an Apotheken, Altenheimen oder Supermärkten zusätzliche Haltepunkte vorgesehen.

Da das Angebot dem Landkreis wichtig ist, übernimmt er mit den Gemeinden einen großen Anteil der Kosten. Denn diese werden durch den Fahrkartenverkauf nur zu einem Teil abgedeckt. Je nachdem, wie viele Fahrgäste das neue Angebot nutzen, beträgt das Defizit im neuen Knoten laut Helmut Höld, ÖPNV-Beauftragter am Landratsamt, im ersten Jahr bis zu 165.000 Euro. Geplant ist, dass dieses vom Landkreis und den Gemeinden abzüglich einer staatlichen Förderung jeweils zur Hälfte übernommen wird.

Für den Fahrgast selbst ist das flexible Angebot durch die kommunale Förderung nicht viel teurer als eine Fahrt mit dem Linienbus. Der Tarif berechnet sich über so genannte Waben. Der Fahrpreis ist abhängig davon, wie viele Waben vom Start bis zum Ziel durchfahren werden.

Info: Weitere Informationen im Internet unter www.unterallgaeu.de/oepnv oder unter www.flexibus.net

Weitere Themen in Kürze

Das Unterallgäu wächst

Das Unterallgäu soll ein kleinwenig größer werden: Wegen des Verkaufs zweier Grundstücke soll die Grenze des Landkreises verlegt und ein Stück weiter in Richtung Neu-Ulm verlegt werden. Der Kreisausschuss stimmte der Verlegung der Landkreisgrenze zu. Es handelt sich allerdings nur um eine minimale Verschiebung der Grenze mit einer Vergrößerung des Kreises um 259 Quadratmeter.

Die Änderung der Gemarkung wurde beantragt, um aus den beiden Grundstücken – das eine auf dem Areal von Kellmünz, das andere auf dem Areal von Pleß – ein einheitliches Flurstück zu machen. Verlief die Gemeinde- und Landkreisgrenze bisher zwischen den beiden Grundstücken, soll das gesamte landwirtschaftliche Areal künftig zur Gemeinde Pleß und damit zum Landkreis Unterallgäu gehören.

Neuer Kandidat fürs ehrenamtliche Richteramt

Die Kandidaten für die Wahl der ehrenamtlichen Richter am Verwaltungsgericht in Augsburg haben sich geändert. Statt Helmut Zettler aus Buxheim kandidiert nun Assadullah Wardak aus Babenhausen. Die übrigen Kandidaten bleiben gleich. Insgesamt kandidieren 20 Unterallgäuer. Diese wurden von den Fraktionen des Kreistags vorgeschlagen.

Der Kreisausschuss empfahl dem Kreistag, der Änderung zuzustimmen. Der Kreistag hatte der ursprünglichen Vorschlagsliste bereits zugestimmt, muss aufgrund des geänderten Kandidaten aber erneut darüber befinden.