FIS Weltcup Skispringen Damen 2015 in Oberstdorf

Freitag, 23. Januar 2015 bis Sonntag, 25. Januar 2015

20.1.2015. Auf einer Pressekonferenz im Vorfeld des FIS Weltcup Skispringen Damen in der Oberstdorfer Erdinger Arena gaben DSV-Bundestrainer Andreas Bauer und Stützpunkt-Coach Peter Leiner nicht nur Einblick in die Arbeit des „kleinen, aber feinen“ Teams, Siegchancen der deutschen Athletinnen, die Vorbereitung auf Weltcups und Weltmeisterschaften sowie Perspektiven der noch jungen Sportart kamen ebenso auf den Tisch wie ein kurzer Rückblick auf die bisherige Saison.

23.-25.1.2015 FIS Weltcup Skispringen Damen – der erste Damen-Weltcup in Oberstdorf

… zu den Leistungen von Katharina Althaus (SCO):
„Sie hat in diesem Jahr einen Qualitätssprung nach vorne gemacht. Wir haben dank des täglichen Trainings mit Stützpunktrainer Peter Leiner die letzten fünf Prozent herausgeholt, die noch gefehlt haben, um ganz vorn mitzuspringen. Ein Podestplatz ist jetzt absolut realistisch.„

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…zu den Leistungen von Gianina Ernst: (SCO):
„Wir haben lange überlegt, ob wir sie mitnehmen sollen nach Japan, um sich dort mit den bekannten schwierigen Bedingungen vertraut zu machen. Die Entscheidung war richtig, denn sie hat es dort richtig gut gemeistert. Für eine erst 16-Järhige springt sie auf einem tollen Niveau.“

…zur Aufbauarbeit im deutschen Damen-Team:
„ Als wir vor ein paar Jahren die Arbeit übernommen haben, standen wir wirklich noch am Anfang. Heute sind wir soweit, dass wir uns in der Vorbereitung an den Männern orientierten. Die Frauen können vom Körperwinkel her genauso springen wie die Männer. Nur von der Kraft her fehlt es, darum brauchen wir zwei Stundenkilometer mehr Anlauf-geschwindigkeit.“

…zu den Favoritinnen für das Weltcup-Springen:
„Sara Takanashi war lange die absolute Nummer 1 und sie ist immer noch eine sehr gute Skispringerinnen. Aber inzwischen ist die Japanerin nicht mehr unschlagbar. Wir haben in der Weltspitze mindestens acht Mädchen, die allesamt das Zeug für einen Podestplatz, ja sogar auf den Sieg haben“.

…zur Olympiasiegerin Carina Vogt:
„Carinas Abschneiden in Japan mit einem 2. Rang in Sapporo und einem Sieg in Zao stimmen mich sehr optimistisch. Ihr erster Weltcup-Sieg war für sie selbst ein kleiner Meilenstein und bestätigt, dass ihre Goldmedaille in Sotchi keine Eintagsfliege war. Vor allem nach ihrer Knie-OP, die nicht mehr aufschiebbar war, ist es erstaunlich, wie schnell sie ihren Trainingsrückstand aufgeholt hat.“

…zur internen Ausscheidung in der nationalen Gruppe:
„Neben den sechs Springerinnen, die gesetzt sind, dürfen aus der nationalen Gruppe sechs weitere Mädchen starten lassen. Es ist fast ein Luxusproblem, dass wir mehr Bewerberinnen haben als Startplätze.“

…zur Zukunft des Damen-Skipringens:
„Was die Nachwuchsarbeit anbelangt, ist Japan noch besser aufgestellt als wir Deutsche. Aber mit den anderen Nationen können wir sehr gut mithalten. Jetzt gilt es aber, die finanzielle Grundlage für unsere Sportart zu erhalten, denn Nationen wie Österreich, Russland und Norwegen investieren derzeit kräftig. Unsere Mädchen im D/C- Kader sind sehr talentiert, aber eben auch noch sehr, sehr jung. Die brauchen noch ein wenig Zeit und die bekommen sie auch. Schon das Mädchencamp im Sommer hier in der Erdinger Arena hat gezeigt, dass Potenzial da ist. Damals waren 70 Mädchen der Jahrgänge 2002 bis 2007 hierhergekommen. Das Potenzial ist also da und wir haben in Catrin Schmid und Daniel Vogler zwei hervorragende Nachwuchstrainer. Um die Zukunft muss uns also nicht bang sein.“

Die deutschen Skispringerinnen waren erst am späten Abend zuvor zurückgekehrt aus Japan und dann am frühen Morgen schon wieder auf ihrer Heimschanze in Oberstdorf anzutreffen. Zwei Trainingstage hatte DSV-Bundestrainer Andreas Bauer mit seinem Team vor dem großen Auftritt am Wochenende einbauen können, nachdem die Organisatoren des Weltcup-Skispringens der Frauen die Anlage in den Tagen zuvor perfekt präpariert haben.

„Die Bedingungen hier sind absolut optimal“, lobte der Chef-Coach bei einer Pressekonferenz mit den SCO-Athletinnen Katharina Althaus und Gianina Ernst sowie dem Stützpunkttrainer Peter Leiner in der Erdinger Arena. „Statt daheim zu hocken, trainiere ich doch lieber nochmal“, antwortete Katharina Althaus auf die Frage, ob die letzten Tage nicht doch etwas stressig gewesen seien. Die Weltcup-Springen in Japan mit viel Schnee und Wind, mit Verzögerungen und Wettkampfabbrüchen haben die Mädchen erstaunlich gut weggesteckt. Katharina, die für den Skiclub Oberstdorf startet, hatte sogar einen ausnehmend guten ersten Versuch. Das lässt hoffen für das Wochenende. Bundestrainer Bauer hat viel Lob für seine Top-Athletin: „Kathi hat in diesem Jahr dank des täglichen Trainings mit Stützpunkt-Trainer Peter Leiner noch mal einen entscheidenden Qualitätssprung nach vorne gemacht“. Das Geheimnis: das Team hat sich an die Trainingsphilosophie der Herren angegliedert. „Wir haben neue Trainingsanreize geschaffen, an Technik und Athletik gearbeitet, um noch mal fünf Prozent mehr Qualität herauszukitzeln“, erläutert Bauer zum Althaus´schen Trainingsprogramm.

Am Wochenende darf sich neben den beiden SCO-Athletinnen noch eine Clubkameradin über einen Weltcup-Einsatz freuen: Veronika Zobel empfahl sich mit tollen Trainingssprüngen für die beiden Entscheidungen am Wochenende. Alle deutschen Damen sind gespannt auf die Wettbewerbe, wollen bei diesem Heim-Weltcup vor Familie und Freunden ihr Bestes geben. Optimistisch blickt Althaus dem Heimweltcup entgegen: „Die vertraute Schanze und dazu die guten Leistungen in der letzten Zeit, das gibt Sicherheit“, sagt sie.

Jubeln dürfen Freunde und Bekannte gemeinsam mit vielen Skisprungfans aus nah und fern übrigens schon bei der Eröffnungsfeier am Freitag-Abend. Da werden sich die Top-Ten der Welt im Damenskispringen auf der Bühne präsentieren und dem Moderator Jens Zimmermann ebenso Rede und Antwort stehen wie die komplette Nationalmannschaft. Für die beiden Wettkampftage rechnet Organisationschef Stefan Huber mit 2.000 bis 3.000 Zuschauern. „Dazu kommen Fernsehübertragungen an beiden Tagen zu besten Sendezeiten im ZDF. Mithin eine tolle Kulisse und die Aufmerksamkeit, die dieser jungen Sportart und den erfolgreichen deutschen Frauen gebührt.“

Karten für beide Veranstaltungstage gibt es bereits ab 6 EUR an den Tageskassen.

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