Erstaufnahme am Allgäu Airport funktionierte reibungslos

21.9.2015 Landkreis Unterallgäu. „Hervorragend geklappt“ hat laut Landrat Hans-Joachim Weirather am Wochenende die Aufnahme von 230 Flüchtlingen in eine Halle auf dem Gelände des Allgäu Airports in Memmingerberg.

Besonders beeindruckt habe ihn bei seinen beiden Besuchen vor Ort der „großartige Einsatz der vielen Helfer und die große Ruhe und Souveränität, die alle ausstrahlten“. Hierfür spricht er allen Haupt- und Ehrenamtlichen ein herzliches Dankeschön aus – der Landkreis wird von den Maltesern, dem Roten Kreuz, dem Technischen Hilfswerk, den Feuerwehren und Jugendfeuerwehren Benningen, Memmingerberg und Trunkelsberg, sowie von Ärzten, Dolmetschern und Sicherheitskräften unterstützt.

Der Landkreis musste die Erstaufnahmestelle im Zuge eines Notfallplans der Regierung von Schwaben einrichten. Der Notfallplan verpflichtet die schwäbischen Landkreise und kreisfreien Städte dazu, neben dezentralen Unterkünften abwechselnd Not-Erstaufnahmeeinrichtungen und damit sehr große Quartiere zu betreiben. Die regulären staatlichen Unterkünfte zur Erstaufnahme reichen nicht mehr aus.

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Voraussichtlich am kommenden Freitag, 25. September, wird das Unterallgäu im Rahmen des Notfallplans nochmals bis zu 250 Flüchtlinge in Memmingerberg aufnehmen. Die Menschen, die aktuell noch in der Einrichtung leben, sind dann bereits in Asylbewerber-Unterkünften in ganz Deutschland angekommen. Sie wurden in der Erstaufnahmeeinrichtung registriert und medizinisch untersucht. Im Laufe der Woche werden sie in Bayern oder auf andere Bundesländer verteilt.

Über die Hälfte der aktuell in Memmingerberg untergebrachten Menschen sind mit ihrer Familie geflohen. Sie stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak, Pakistan oder dem Iran.

Unabhängig vom Notfallplan werden dem Landkreis pro Woche 40 Flüchtlinge zugewiesen, die dezentral im Landkreis untergebracht werden müssen.