Buchsbaumzünsler im Unterallgäu

17.4.2019 Landkreis Unterallgäu. Der Buchsbaumzünsler ist im Unterallgäu angekommen: Darauf macht Markus Orf, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Unterallgäu, aufmerksam.

Der Schädling befällt Buchsbäume und kann diese vollständig zerstören. Um das zu verhindern, sollten Gartenbesitzer bei einem Befall der Ziersträucher schnell reagieren.

Der Buchsbaumzünsler wurde laut Orf vor einigen Jahren aus Asien nach Deutschland eingeschleppt. „Seitdem breitet sich der Schädling immer weiter aus. Jetzt ist auch das Unterallgäu betroffen.“ Damit die Raupe des Schädlings Buchsbäume nicht kahl frisst und diese im schlimmsten Fall zum Absterben bringt, sollten die Pflanzen sofort kontrolliert werden. „Die Raupen befinden sich vorwiegend im Pflanzeninneren und sind aufgrund ihrer guten Tarnung oft schwer zu erkennen“, sagt Orf. Die Tiere sind fünf Zentimeter lang, gelbgrün und haben einen schwarzen Kopf. „Befallene Pflanzen sind meist beige-gelblich, haben kaum noch Blätter und sind häufig von den Raupen eingespinnt.“

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Die Raupen sollten abgesammelt und deren Gespinste herausgeschnitten werden, rät Orf. Entfernte, befallene Pflanzenteile müssen laut dem Kreisfachberater in Säcke verpackt und über den Restmüll entsorgt werden. Möglich ist auch eine Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln. Diese sollten aber nur Personen mit Fachwissen verwenden. Denn die Mittel könnten nur wirken, wenn die Pflanze richtig behandelt werde, so Orf.

Der Buchsbaumzünsler überwintert in Buchsbäumen und überlebt Temperaturen von bis zu zwölf Grad minus. Im Frühjahr beginnen die Raupen zuerst die Blätter und anschließend die Rinde zu fressen. Dabei sterben alle Pflanzenteile oberhalb der Fraßstelle ab. Nach einer Puppenruhe Ende Mai schlüpfen die Falter und legen rund 150 Eier auf den Blattunterseiten ab. Dann folgt eine zweite Generation des Schädlings mit einer weiteren Raupenphase Anfang Juli.

Der Buchsbaumzünsler befällt Buchsbäume. Befallene Pflanzen sind meist beige-gelblich, haben kaum noch Blätter und sind häufig von den Raupen eingespinnt. Foto: Markus Orf/Landratsamt Unterallgäu