Behindertenbeirat Memmingen stellt neue Mitglieder vor

17.9.2021 Memmingen. Im Rahmen seiner jährlichen Sitzung mit Oberbürgermeister Manfred Schilder hat der Behindertenbeirat in diesem Jahr nicht nur zwei neue Anträge vorgestellt, sondern blickt auch auf die vergangene, dreijährige Amtsperiode zurück.

Neben einem Rückblick über die vergangene Amtsperiode des Behindertenbeirates wurden auch die im Juli neu gewählten Mitglieder des Behindertenbeirates vorgestellt. Diese wählen, immer in der ersten Sitzung des Beirates mit OB Schilder, aus ihrer Runde eine/n Sprecher/in und eine/n stellvertretende/n Sprecher/in. Zur Wahl stellten sich auch diesmal Verena Gotzes und Regina Sproll, die beide einstimmig in ihrem Amt bestätigt wurden.

Oberbürgermeister Manfred Schilder bedankt sich bei beiden Damen mit einem Blumenstrauß für die über viele Jahre andauernde, erfolgreiche Arbeit und betont: „Dieser Beirat zeichnet sich durch ein enorm großes Engagement aus und dafür möchte ich mich herzlich bedanken“.

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Die Mitglieder des Behindertenbeirates mit Oberbürgermeister Manfred Schilder (v.l.n.r.): Yvonne Burkhardt, Verena Gotzes, Erika Winterwerb, Florian Seitz, Regina Sproll, Peter Czech, Simone Magel-Dipre und Ingrid Willner-Sambs. Nicht auf dem Bild: Brunhilde Engstle (Foto: Anna Birk/ Fachstelle für Inklusion und kommunale Behindertenbeauftragte)

Regina Sproll, Offene Behindertenarbeit Regens Wagner und Mitglied im Behindertenbeirat berichtet über Aktionen aus den letzten Jahren, wie beispielsweise den europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, aber auch das Straßenfest, das mit Unterstützung des Landestheaters jährlich auf dem Theaterplatz stattfinden kann.

Auch abgeschlossene Anträge, wie der installierte Lift im Freibad und noch offene Anträge, wie die neue Beschilderung der Verwaltungsgebäude kamen zur Sprache. Die Verwaltung arbeitet aktuell daran, die Türbeschilderung in den Gebäuden übersichtlicher zu gestalten indem die Schriftgrößen verändert und die Schilder farblich aufgewertet werden.

Erfreuliche Nachrichten brachte OB Schilder mit in die Runde. Der Aufzug, der das Rathaus mit dem Welfenhaus verbindet und einen barrierefreien Zugang gewährleistet, wird künftig mit einer Gegensprechanlage versehen. Aktuell ist dieser Aufzug abgeschlossen, um den Zugang zu den beiden Gebäuden mittels Empfang zu überblicken. Durch die neue Anlage können sich Personen, etwa mit Kinderwagen oder Rollstuhl bemerkbar machen und nach Rücksprache in die Gebäude gelangen.

In seinen beiden neuen Anträgen fordert der Behindertenbeirat eine Kostenermittlung für ein Bewegungsbad im geplanten Gesundheitscampus Memmingen, sowie die Einrichtung einer „Toilette für alle“ im Innenstadtbereich.

Eine „Toilette für alle“ ist auf die Bedürfnisse von Menschen mit besonderem Pflegebedarf oder schweren und Mehrfachbehinderungen zugeschnitten. Sie beinhaltet, neben der üblichen Ausstattung eines barrierefreien WCs auch eine höhenverstellbare Pflegeliege.